Die Solarquelle sprudelt auf dem Dach der Felsenquelle

Haan. Zu regnerisch, zu kalt, zu wenig Sonnenstrahlen. Die Erinnerungen an den Sommer 2011 sind im wahrsten Sinne des Wortes trübe. Vor allem die Monate Juli und August sind vielen negativ im Gedächtnis geblieben.Dass sich die Sonne aber gar nicht so viel seltener als im Durchschnitt über Haan gezeigt hat, macht ein Blick in die Ergebnisse der „Haaner Solarquelle“ deutlich. Die Fotovoltaikanlage, die von der Bürgerenergie Haan betrieben wird, ist auf dem Dach der Haaner Felsenquelle montiert und produziert seit Ende 2002 umweltfreundlichen Strom.
2011 war für die Betreiber insgesamt ein Rekordjahr: Am Jahresende standen 36 505 produzierte Kilowattstunden auf dem Zähler – mehr als je zuvor. „Also können wir uns über das Wetter im vergangenen Jahr nun wirklich nicht beschweren“, sagt Frank Wolfermann, der die Anlage konzipiert hat und Geschäftsführer der Bürgerenergie Haan ist: „Der tolle Frühling und der schöne Herbst haben es einfach ’rausgerissen, und der nicht so tolle Sommer konnte das hervorragende Gesamtergebnis nicht ruinieren. So kann es weitergehen.“
Finanziert wurde die insgesamt 200.000 Euro teure Anlage einst aus Eigenmitteln, durch Zuschüsse des Förderprogramms Rationale Energienutzung und KfW-Kredite. „In diesem Jahr können wir die letzten beiden Kreditraten zurückzahlen“, kündigt Wolfermann an. Spätestens im nächsten Jahr werden die 34 Gesellschafter also die ersten Ausschüttungen erhalten.
Der in Haan erzeugte Strom wird in das Netz eingespeist. Im vergangenen Jahr konnte so ein Ertrag von 18 000 Euro erzielt werden. Wolfermann betont jedoch: „Wichtiger als die Geldeinnahme ist den Gesellschaftern allerdings die Ersparnis von CO2, Schwefeldioxid und besonders Atommüll.“
Die Photovoltaikanlage ist in vier Teilanlagen aufgeteilt, wovon nur ein kleiner Teil auf dem Bürotrakt der Haaner Felsenquelle steht und somit von der Straße aus sichtbar ist. Der Rest ist in drei Reihen auf dem Dach der Lagerhalle aufgebaut.
Seit der Einweihung konnten auf dem Dach der Felsenquelle rund 236 500 Kilowattstunden Strom produziert werden, der Jahresdurchschnitt liegt bei über 30.000 Kilowattstunden. Das reicht für 10 Haushalte.

Quelle: WZ 3. Februar 2012 Philipp Nieländer



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