Preiswerte Wohnungen fehlen in Mettmann

Mettmann Die CDU-Fraktion im Mettmanner Rat setzt sich dafür ein, dass künftig mehr Sozial-Wohnungen in der Kreisstadt gebaut werden, beziehungsweise zur Verfügung stehen. Hinzu komme, dass vor dem Hintergrund des künftigen Wohngebietes an der Karpendelle die Investoren verpflichtet werden, einen bestimmten Teil der Wohnungen Menschen mit geringem Einkommen zur Verfügung zu stellen, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Ute Stöcker. Am Stadtwald und im künftigen Neubaugebiet am Friedhof sei sozialer Wohnungsbau quasi nicht vorhanden.

Ähnlich verhalte es sich mit dem Bauvereins-Projekt am Königshof. Schöne Wohnungen, aber für den Normalverdiener kaum bezahlbar. "Wir müssen aufpassen, dass in der Innenstadt künftig nicht nur noch vermögende Senioren leben und an der Peripherie ärmere Menschen. Dann besteht die Gefahr einer Ghettoisierung", so Stöcker. Der Anteil älterer Einwohner steige und damit das Interesse an bezahlbarem, barrierefreiem und seniorengerechtem Wohnraum. Die Verwaltung bestätigt dies und hat nachgerechnet: Derzeit sind ein Viertel der Einwohner Mettmanns älter als sechzig Jahre.

Stöcker meinte weiter: "Wir müssen auch mit Privaten sprechen und ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie an Fördermittel kommen, um sozialen Wohnungsbau anbieten zu können." Der Mettmanner Bauverein investiert seit Jahren in seinen Wohnungsbestand und modernisiert seine Häuser. Die Investition von 3,7 Millionen Euro in die Modernisierung und Sanierung des Altbestandes im vergangenen Jahr habe sich gelohnt, meint Vorstandschef Volker Bauer. Die Mieter würden bei einer guten Wärmedämmung rund 20 bis 30 Prozent bei den Energiekosten sparen.

In Mettmann sind derzeit 403 Familien gemeldet, die eine neue Wohnung suchen. Das bedeutet aber nicht, dass diese Menschen auf der Straße sitzen, sondern dass sie in eine andere Wohnung ziehen wollen. Darunter sind Alleinerziehende, die sich kleiner setzen müssen, Familien, die Zuwachs bekommen und eine Wohnung mit zwei Kinderzimmern benötigen. Neben dem großen Mittelfeld der Wohnungsklassen werden auch im Vergleich recht große Wohnungen nachgefragt. Besonders Familien mit geringem Einkommen mit zwei oder mehr Kindern suchen preiswerten Wohnraum.

Quelle: RP 17.9.2012 CHRISTOPH ZACHARIAS



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