6. Dezember 2009

Hilden: Suche nach Baseballplatz beginnt von vorn

Knapp, ganz knapp sind die Baseballer der Hilden Wains im Stadtentwicklungsausschuss an einer für sie verheerenden Niederlage vorbeigeschlittert: SPD, Grüne und DUH wollten das Planverfahren zum Bau der Baseballanlage an der Horster Allee einstellen. Mit nur einer Stimme Mehrheit setzten sich CDU, FDP und Bürgeraktion durch. Sie wollen das Gutachten zur Tierwelt auf dem ins Auge gefassten Gelände auf eine komplette Vegetationsperiode erweitern.

Praktisch seit ihrer Gründung vor fast 20 Jahren suchen die Wains nach einer eigenen Anlage. Vorübergehend waren sie auf dem Sportplatz Kalstert untergebracht. Als dieser vor zwei Jahren in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden sollte, beschloss der Stadtrat, das Gelände im Hildener Westen zur neuen Heimat der Wains zu machen. In der Zwischenzeit verlagerten die Baseballer ihren Spielbetrieb in Nachbarstädte.

Neben der DUH lehnten die Grünen und Umweltschutzverbände den Standort an der Stadtgrenze zu Düsseldorf aus ökologischen Gründen ab. Daraufhin wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem die Tierwelt in diesem Bereich im Sommer untersucht wurde.

Das vom Büro Ökoplan erstellte Gutachten erfasste die Tierwelt aber nur stichprobenartig. Deshalb wurde die Ausweitung des Gutachtens auf eine gesamte Vegetationsperiode beschlossen.

Über eine den Erfordernissen der Baseballer entsprechende Fläche verfügt die Stadt nicht. Alternativ wäre die Rückkehr auf den Ascheplatz an der Schützenstraße oder die Anmietung einer privaten Fläche denkbar.

Eine schnelle Lösung böte nur der Sportplatz Schützenstraße. Jede andere Zwischenlösung setzt ein Verfahren in Gang, das kaum kürzer als ein Bebauungsplanverfahren ist. Bei einer Grünfläche ist mit Protest von Umweltschützern zu rechnen. Die Umwidmung einer Gewerbefläche steigert die Kosten - vor allem, wenn das Provisorium zur Dauerlösung wird. Und das ist wahrscheinlich, da nicht absehbar ist, ob das Gelände im Westen den Baseballern jemals zur Verfügung steht.


Quelle: WZ 12. November 2009



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