Mettmann wird immer älter

Auch wenn die Einwohnerzahl Mettmanns in den vergangenen Jahren aufgrund der vielen Neubaugebiete angestiegen ist und inzwischen fast die 40000-Einwohner-Marke erreicht hat, wird die Stadt immer älter. Fast 41 Prozent der Gesamtbevölkerung sind 50 Jahre und älter. Für die älteren Mettmanner veranstaltete der Runde Tisch für Seniorenfragen am Sonntag, dem 15.November die fünfte Info-Messe für Menschen.

„Natürlich ist die Zahl 50 auch provokant“, gibt Michael Ernst zu. Allerdings stellt der erste Vorsitzende des Runden Tisches für Seniorenfragen immer wieder fest, dass die Zeit zwischen Arbeit und Ruhestand „gut vorbereitet sein will.“ Damit die Menschen, wenn sie in den Ruhestand treten, nicht plötzlich in ein tiefes Loch fallen.

Die Messe ist in vier Sparten unterteilt: 1. Vielfalt Leben (Aussteller), 2. Runder Tisch für Seniorenfragen (Mitglieder des Tisches präsentieren sich), 3. Nachbarn kulinarisch (türkische und italienische Spezialitäten), und 4. die Aktionsbühne.

Deshalb ist es seiner Meinung nach wichtig, den Menschen frühzeitig, Jahre vor dem Rentenalter aufzuzeigen, wie das Leben nach dem Berufsende gestaltet werden kann. „Die Menschen sollen einfach erfahren, welche Angebote es in der Stadt für sie gibt, was sie machen können, wo sie sich möglicherweise ehrenamtlichen einsetzen können“, sagt Ernst. „Es ging um viele Bereiche, die für Menschen ab 50 Jahre interessant sind“, sagt Oliver Pahl von der städtischen Senioren-, Wohn- und Pflegeberatung, der die Messe auch von Anfang an mit aufgebaut hat. Unter den Ausstellern finden sich nicht nur Altenheime und Pflegedienste, sondern auch Reisebüros, Mode- und Schuhgeschäfte, Mettmann-Sport oder ein Möbelgeschäft. Einem Anbieter mussten die Organisatoren aus Platzmangel sogar absagen.

Kein Wunder, dass sich der Einzelhandel gerne den Menschen über 50 Jahre präsentiert. Denn auf diese Bevölkerungsgruppe gehen fast die Hälfte aller Konsumgüter. „Wir bringen Angebot und Nachfrage zusammen“, ist Pahl zuversichtlich. Erstmals wird auf der Messe auch ein Teil des interkulturellen Lebens der Stadt abgebildet. Unter dem Motto „Nachbarn begegnen“ beteiligten sich erstmals das Integration-Kultur-Zentrum (IKZ), das sich um Spätaussiedler kümmert, sowie die Türkisch-Islamische Union.

Quelle: 10. November 2009



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