Masterplan Neandertal!

“Unser Masterplan ist mit umfassender Beteiligung der Öffentlichkeit, lokalen Interessenvertretern und der Politik erarbeitet worden und zeigt einen Konsens auf, wie dieser für unseren Kreis, also für das Neanderland, so wichtige Raum aufgewertet werden soll“, resümiert Landrat Tho-mas Hendele (Zitat Pressemitteilung vom 12.12.2013 des Kreises Mettmann).

In der letzten Woche hat Herr Landrat Hendele dann gezeigt, wie seiner Ansicht nach das Neandertal aufgewertet werden soll. Im Zuge von "Verkehrssicherheitsmaßnahmen" sind im empfindlichen Herz des Neandertals Rodungsmaßnahme durchgeführt worden, die einem Kahlschlag gleichkommen. Bisher etwa 3 Hektar Fläche, teilweise mitten im Naturschutzgebiet (siehe Bild 4661).
Die Aussage von Herrn Dennis Anders, Leiter des Forstbetriebsbereiches Neandertal "das Aus-maß kranker Bäume ist viel schlimmer als erwartet" "sie waren innen hohl wie ein Ofenrohr" kann man schwer nachvollziehen, wenn man die Anzahl der gesunden Baumstümpfe mit den wenigen geschädigten vergleicht. Die Bäume standen zum größten Teil auch viel zu weit weg von der Straße, um mit "Wegesicherung" zu argumentieren. Bei einem derartigen Eingriff wer-den zum Beispiel gerade hohle Bäume für die verschiedensten Arten gesichert. Nach dem Land-schaftsgesetz begleitet der Landschaftsbeirat solche Maßnahmen fachgerecht. Der Leiter des Bei-rats war aber bis heute noch nicht mal informiert!
Am Dienstag, den 25.02.2014, sollte im Neanderthal Museum ein öffentlicher Informationsabend für interessierte Bürgerinnen und Bürger stattfinden. Mittlerweile sind Tatsachen geschaffen, die eine Bürgerbeteiligung am sogenannten Masterplan wohl wenig sinnvoll erscheinen lassen.



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