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Kreisgruppe Mettmann

BUND klagt gegen CO-Pipeline

01. November 2018 | CO-Pipeline, OG Hilden

BUND klagt gegen CO-Giftgas-Pipeline Auf 236 Seiten des Planänderungsbeschlusses und in 18 Ordnern der offengelegten Unterlagen wird lang und breit erklärt, was wie wo getan werden soll, um die zusätzliche Kunststoffmatte - das sog. Geo-Grid 2 - unter die Erde zu vergraben. In dem letzten von 18 Ordnern wird dann ein TÜV-Gutachter zitiert. Der bescheinigt, dass ein "Schutz der Rohrfernleitung vor großen Baggern durch die verwendeten Materialien nicht erreicht werden kann."

 (Dirk Jansen, BUND)

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat mit ihrem Planänderungsbeschluss zur CO-Pipeline den Protest angeheizt und weitere Klagen provoziert. Jetzt hat auch der BUND NRW Klage eingereicht. Denn die Offenlage hat es offenbart: Der Schutz der CO-Pipeline durch zusätzliche Matten ist unmöglich. Menschen und Tiere wären dem Giftgas schutzlos ausgesetzt. Dennoch will die Bezirksregierung Düsseldorf alles für sicher erklären?   Auf 236 Seiten des Planänderungsbeschlusses und in 18 Ordnern der offengelegten Unterlagen wird lang und breit erklärt, was wie wo getan werden soll, um die zusätzliche Kunststoffmatte - das sog. Geo-Grid 2 - unter die Erde zu vergraben.

In dem letzten der 18 Ordnern wird dann ein TÜV-Gutachter zitiert. Der bescheinigt, dass ein "Schutz der Rohrfernleitung vor großen Baggern durch die verwendeten Materialien nicht erreicht werden kann."

Trotzdem sollen nun bis zu 30 Tonnen schwere Maschinen Felder, Wälder, Gärten der Anwohner und weitere Strecken über mehr als 60 km durchpflügen oder aufbaggern, um eine weitere unwirksame Geo-Grid-Matte zu verlegen.

Das Vergiftungsrisiko gegen die Anwohner soll weiter vernachlässigt werden und die "Hinzuziehung eines Toxikologen ist nicht gefordert".  Und mit prophetischer Vorhersehung wird behauptet, "dass Freisetzungen des transportierten Mediums nicht auftreten." 

Das Tötungsrisiko soll unter den Teppich gekehrt und in einem Klageverfahren möglichst gar nicht erst verhandelt werden.

Bayer hatte aber bereits im Jahr 2010 den protestierenden Kinderärzten die Vergiftungskeule des im Falle eines Lecks austretenden Giftgases bis in 1.000 Meter Entfernung von der CO-Pipeline selber zugeben müssen.

Unsere Duisburger Mitstreiter haben mit Ihrem Flyer eine Info-Kampagne in Duisburg gestartet, die schon zu Rückfragen besorgter Eltern der betroffenen St. Georgs -Schule geführt hat. Dort wurde die CO-Pipeline in nur 10 Meter Abstand verlegt, obwohl eine siedlungsfernere Trasse alternativ möglich aber "teurer" war.

Dies sind nur einige der im "großen Anhörungsverfahren" 2013 in der Essener Grugahalle eingebrachten Einwendungen, die fast alle unberücksichtigt blieben bzw. zurückgewiesen wurden.

Wollen Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher und ihr oberster Chef Ministerpräsident Armin Laschet tatsächlich ein solches Unglück mit hunderten oder tausenden Toten verantworten? Oder hoffen sie darauf, sich wie der Oberbürgermeister von Duisburg bei der Love-Parade aus der Verantwortung zu stehlen? 

Der BUND NRW kräftigt damit die Allianz des Widerstandes und relht sich ein in die "lange" Klageliste. Das sind weiter ergänzte Klagen schon aktiver Kläger im Hauptverfahren und weitere Klagen von Anwohnern der CO-Pipeline sowie von nochmalig durch zerstörerische Eingriffe in ihren Grund und Boden betroffenen Eigentümern.

Gemeinsam hoffen wir das unverantwortliche Giftgas-Projekt irgendwann zu stoppen. 

 

 

 

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