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Kreisgruppe Mettmann

Ausbau der A3

Die A 3 gilt als einer der wichtigsten Verkehrswege Europas. Sie zieht sich von Nord nach Süd durch den Kreis Mettmann und führt dabei durch Ratingen, Erkrath, Hilden und Langenfeld.

Acht Spuren sind auch keine Lösung

Geht es nach den Vorstellungen der Bundesregierung, soll die A3 bis zum Jahr 2030 auf acht Spuren ausgebaut werden. So sieht es der aktuelle Bundesverkehrswegeplan vor.

Das Dilemma: Entlang der Strecke trifft man unmittelbar neben der Autobahn entweder auf Wohnbebauung oder auf Naturschutzflächen. Zahlreiche Konflikte sind vorprogrammiert.

Daher machten die Vertreter*innen des BUND in den ersten Behördenterminen auch deutlich, dass das Vorhaben auf erhebliche Widerstände bei Anwohnern und Umweltverbänden stoßen werde.

In einem ersten Schritt soll nun bis Ende 2020 die Trasse bestimmt werden, die die größten Konflikte vermeiden soll. Hierzu sind folgende Lösungen denkbar: es wird jeweils eine Spur rechts und links angebaut („zweiseitige Variante“), beide Spuren werden rechts („Ostvariante“) oder beide Spuren werden links („Westvariante“) angebaut. Ein ausreichend großer, abschnittsweiser Wechsel ist möglich, so dass verschiedene Varianten kombiniert werden können. Werden beide Spuren auf einer Seite angebaut, können unmittelbare Auswirkungen bis in rund 40 Meter neben dem heutigen Fahrbahnrand möglich werden: für zwei zusätzliche Fahrstreifen, Lärmschutzmaßnahmen, Baustraßen und Nebenanlagen (wie Regenrückhaltebecken).

Die so ermittelte Vorzugsvariante soll dann Gegenstand des weiteren Planfeststellungsverfahrens werden. Hierzu – und erst dann – ist gesetzlich auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen.

Aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes ernüchternd war die Feststellung, dass weder Planungsbüro noch Planungsbehörde die Sinnhaftigkeit des Vorhabens an sich prüfen wollten. Der Ausbau sei ja mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen, so dass sich die Frage nach anderen Lösungen überhaupt nicht mehr stellen, so der Vertreter von Straßen.NRW. Der BUND fordert aber nachdrücklich die Untersuchung der sog. „Nullvariante“, bei der kein Ausbau stattfindet, sondern über Verkehrslenkung (auch über die parallele A 59), Tempolimits oder die zeitweise Freigabe von Standstreifen eine verkehrliche Entlastung erreicht wird. Auf diese Weise müssten keine Privateigentümer enteignet oder Naturschutzgebiete zerstört werden, und der Verkehr könnte reibungsloser als heute laufen.

Der BUND ruft alle kritischen Bürger*innen, insbesondere die vom Ausbau möglicherweise betroffenen Anwohner*innen der Autobahn auf, schon frühzeitig gegen das Vorhaben anzugehen.

Liegt erst ein Vorschlag für die Trasse vor, wird der Sinn des Gesamtprojekts nicht mehr in Frage gestellt. Daher ist es wichtig, dass Betroffene und Vertreter*innen der Städte schon jetzt deutlich Position beziehen.

 

 

Langenfelder Widerstand gegen den A3-Ausbau

Bis 2030 soll die Autobahn A3 nach dem Bundesverkehrswegeplan achtspurig ausgebaut werden. Das wird voraussichtlich gravierende Folgen für die Anwohner, Grundstücksbesitzer sowie die Natur haben. 

Zwischen Hilden und Leverkusen-Opladen soll auf 15 Kilometern Länge der Ausbau vorangetrieben werden. Davon liegen 8,5 Kilometer auf dem Langenfelder Stadtgebiet. 

Karl Wilhelm Bergfeld vom BUND Langenfeld sagt: "Nach eigener Erfahrung fließt der Verkehr auf dieser Strecke, solange er nicht durch Baustellen oder Unfälle behindert wird. Ein Ausbau auf acht Spuren ist daher überhaupt nicht notwendig." Eine aktuelle Erhebung über das gegenwärtige Verkehrsaufkommen gebe es offensichtlich nicht. Der BUND fordert Alternativen für den Ausbau durch eine intelligentere Verkehrsführung z. B. bei Störungen auf der A3 über die parallele A59, Tempolimits für besseren Verkehrsfluss und im Bedarfsfall eine Freigabe der Standstreifen.

Die BUND-Ortsgruppe sucht Anwohner*innen und Bürger*innen, die Interesse daran haben, sich gegen den Ausbau der A3 einzusetzen. 

Denn: 

  • Die Belastungen durch die Bauarbeiten werden sich über Jahre hinwegziehen.
  • Die Grundstücke der Anwohner verlieren an Wert, je näher die Autobahn rückt, z. B. in Reusrath-  Süd, Furth, Hardt und Wiescheid-Feldhausen.
  • Weitere versiegelte Flächen sorgen für eine Erhöhung der Überschwemmungsgefahr unserer Bäche.
  • Wichtige Naherholungsgebiete der Langenfelder Bevölkerung werden beeinträchtigt; z.B. das Further Moor und die Landschaftsschutzgebiete, die unmittelbar an die Autobahn angrenzen.

              

Claudia Roth

Ortsgruppe Hilden
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