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Kreisgruppe Mettmann

CO-Giftgas bedroht Anwohner*innen. Solange der Betrieb weiter droht, gilt es weiter zu kämpfen.

CO-Giftgas bedroht Anwohner*innen. Der Betrieb der Giftgas-Pipeline ist nicht endgültig gestoppt. Deshalb gilt es weiter für unser Lebens- und Eigentumsrecht zu kämpfen wie seit mehr als 10 Jahren. Deshalb geht es jetzt in die nächsten Runden. Ziele unseres Protestes sind Bayer-Covestro und die Bezirks- und Landesregierung in Düsseldorf , die dieses Schandprojekt geplant, beantragt und letztlich genehmigt haben. Diese Giftgas-Pipeline mitten durch Wohngebiete soll trotz vieler Fehler und Pannen sogar weiterbetrieben werden, obwohl ein Gutachten der Landesregierung aus dem Jahr 2014 bestätigt hat, dass es ungefährlichere und wirtschaftlich günstigere Alternativen dazu gibt.

Die supergefährliche Detektionslücke

Als Leckerkennungssysteme (Erläuterungen und Nachweise) werden für die CO- Pipeline folgende Systeme gemäß Planfeststellungsbeschluss eingesetzt:

1. Sogenannte Kleinstmengen an CO soll LEOS-Schnüffelschlauchsystem der Firma AREVA entdecken, für das eine CO-Gasaustrittsmenge von 100 Liter pro Stunde als untere Nachweisgrenze genannt wird.
Das bedeutet nach einer Schnüffel- und Auswertungszeit von 36 Stunden aber immer noch den möglichen Austritt von 3.600 Liter Kohlenmonoxid. Das erscheint zunächst als hinreichende Vorsorge. Bedenkt man aber, dass 100 ml (Milliliter) bereits für einen gesunden, erwachsenen Menschen tödlich sein kann, wird die gefährliche Dimension deutlich. Dieses könnte - ja nach Situation - zur Tötung von hunderten erwachsenen Menschen ausreichen.

2. Das Krohne-Massenbilanzverfahren, für das untere Nachweisgrenzen von 60 Nm3/h bzw . 120 Nm3/h je nach Betriebszustand - stationär oder instationär -angegeben werden, soll größere "Leckagen" bis hin zu Rohrbrüchen z. B. infolge eines Baggerunfalles schneller melden. 

Damit wird aber bei genauerem Hinsehen ein fataler Fehlschluss deutlich. Denn die beiden Systeme lassen eine gefährliche Detektionslücke offen und sichern keinesfalls die vom Grundgesetz zugesicherte " körperliche Unversertheit", sondern bilden eine  tödliche Gefahr für Menschen entlang der CO-Pipeline-Trasse über 67 km. (Trassenlage siehe hier) Diese Pipeline führt durch dichtest besiedeltes Gebiet, vorbei an Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern u.s.w. 

Die Lücke läßt sich an folgenden Zahlen verdeutlichen:

Zwischen dem Krohne-Verfahren mit 60.000 Liter je Stunde und dem  LEOS-Verfahren mit 100 Liter je Stunde Erkennungsmöglichkeit bleibt für mindestens 36 Stunden eine mögliche Austrittsmenge von 59.900 Liter pro Stunde an Kohlenmonoxid unentdeckt. Im "normalen" sogenannten "instationären Betrieb" können sogar 119.900 Liter pro Stunde - vom Bayer-Alarm-System unbemerkt - freigesetzt werden.

Das ist eine Gesamtmenge von 4.316.400 Liter, die sich unkontrolliert entlang der Trasse bodennah ausbreiten können, ohne dass irgendeine Warnung an den Betreiber, die Feuerwehren und die Bevölkerung herausgeht. Damit wären unzählige Menschen und Tiere entlang der Trasse "blind" einer tödlichen Gefahr ausgesetzt.

Wer aus der Landespolitik. Bezirksregierung und Verwaltungs- und Verfassungsgerichten will dies verantworten?

Rettungskräfte wie Feuerwehr, Polizei und Notfall-Einsatzkräfte haben schon früh gewarnt:

"Wir können nicht alle retten, sondern meist nur später Tote bergen!"

Wir werden alles dafür tun, damit dieses nicht ein noch größeres Fiasko wird als die Love-Parade! Hinterher will es sowieso keiner gewesen sein, oder? 

Bilder von der Demo 2013 in Hilden vor der Anhörung, Bild von BUND-Hilden)  (BUND Hilden)

CO-Giftgas bedroht Anwohner*innen. Solange der Betrieb nicht gestoppt ist, gilt es weiter zu kämpfen. 

Aktuell steht ein Planänderungsverfahren an, das die Bezirksregierung Düsseldorf trotz 24.000 Einwendungen kürzlich genehmigt hat. Dagegen sind nun vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf und dem Oberverwaltungsgericht NRW in Münster weitere Klagen eingereicht worden. 
Auch der BUND-Landesverband hat Klage eingereicht und bereitet die Klagebegründung vor. 

Gerne können Mitstreiter*innen uns mit Spenden - für die  Kosten des Verfahren - unterstützen. Wird die Spende (siehe auch unter JETZT SPENDEN) an den BUND Landesverband mit dem Hinweis "Klage CO-Pipeline" versehen, dann wird dieses Geld zweckgebunden eingesetzt.

 

 

 

 

Ansprechpartner

Dieter Donner

Vorstand der BUND-REGIONALGRUPPE DÜSSELDORF und Pressekoordinator der STOPP-CO-PIPELINE-INITIATIVE
Humboldtstraße 64 40723 Hilden E-Mail schreiben Tel.: +49210365030

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